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Nachgefragt: Interview mit Alena

Nachgefragt: Interview mit Alena

Endlich startet unser Blog und das gleich mit einem tollen Interview. Wir wollen euch regelmäßig Fotografinnen, Fotografen oder Fotografenpaare näher vorstellen und schauen was sie antreibt.
Beginnen wollen wir mit Alena. Sie wohnt mit Ihrem Mann und Ihren zwei Kindern am Fuß der Schwäbisch Alb, umgeben von Wäldern, grünen Wiesen und hügeliger Landschaft.
Alena heißt eigentlich Natascha und wurde in Usbekistan geboren. Warum Sie unser erster Interviewgast ist? Wir mögen Ihre Bilder und sie war eine der ersten Fotografen überhaupt, die sich vor 2 Monaten auf hochzeitsfotograf.com registriert haben. Grund genug ein bisschen mehr über sie zu erfahren.


Was bedeutet für dich die Fotografie?

Spannend finde ich in der Fotografie, die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen ohne dabei ein Wort zu verlieren, (und mir fehlen oft die Worte (lach)) Ich finde die Kraft, was ein Bild auf uns durch Emotionen, Formen, Farben und Licht ausüben kann, faszinierend.

Sei es das aufkommende Glücksgefühl beim Anblick einer lachender Familie beim gemeinsamen Fest oder die tiefe Liebe beim Anblick des schlafenden Kindes - das Festhalten und Bewahren dieser kostbarer Augenblicke macht für mich Fotografie aus.


Alena oder Natascha wie du richtig heisst - warum gerade Hochzeitsfotografie?

Der Liebe wegen ;) Es ist eine Herzensangelegenheit. Hier empfange ich so viel Liebe, Freude und Glück und kann diese Liebe auch wieder zurück geben – spätestens, wenn die Paare beim Stöbern in den Bildern die verblassten Gefühle der Freude, Glücks und Aufregung wieder spüren können.
 

Es gibt so viele Paare die du schon vor der Linse hattest. Welches Paar oder welches Bild hat dich nachhaltig beeindruckt oder dich zusätzlich noch inspiriert?

hm... gute Frage – Jede Hochzeit und Paar sind so anders, dass mich eigentlich immer etwas inspiriert - mal der besonders liebevoller Umgang des Paares miteinander oder ein starker Zusammenhalt der Familie, aber auch faszinierende Gäste.

Solche Momente bereichern mein Leben und bringen mich oft zur Eigenreflektion und zum Nachdenken.

Ein Bild bzw. eine Serie liebe ich besonders. After Wedding Session in den Dolomiten. Das Bild mit Aylin und Markus am gespaltenen Felsen.

Es mag für einen nur nach einem weiteren Epicshoot aussehen. Für mich war das, der vollkommene Moment, was mir für immer in Erinnerung bleibt und mich nachhaltig beeinflusst hat.

Es war die Neuentdeckung meiner in der Kindheit vergessener Bergliebe.

Beschwingt durch den ehrfürchtigen Anblick der Berge und der Sonnenstrahlen, die durch den diffusen Himmel durchbrachen, habe ich vor Aufregung und Dankbarkeit des Augenblicks, Tränen in den Augen gehabt.
 

Gibt es Motive die du im Kopf hast bevor du deine Kamera schnappst und losfährst?

Es gibt paar bestimmte Motive, die ich besonders mag und immer wieder danach Ausschau halte. Im großen und ganzen lasse ich mich lieber jedes mal auf s Neue von der Umgebung und der Personen inspirieren.
 

Wenn du einen perfekten Hochzeitstag fotografieren würdest - wie sieht dieser aus?

Meinen perfekter Hochzeitstag macht keine noch so schmucke Location oder ein bestimmter Stil der Hochzeit aus. Es sind die Paare, die ihre Liebe in den Vordergrund stellen, sich nicht für andere inszenieren und vor allem sich bei mir wohl fühlen.
 

Sagst du uns mit welchem Equipment angefangen hast und mit welchem du heute am liebsten arbeitest?

Aus der heutiger Sicht ist es ein absolutes No-Go – zu meiner Anfangszeit besaß ich eine Canon 20d mit nur einem Kartenslot und einen Kitobjektiv Canon EF 24-105 mm 4.0 L.
Es war unmöglich dieses ohne Blitz in der Kirche zu verwenden. Heute arbeite ich mit Canon 5d Mark IV und mein Objektiv Fuhrpark besteht aus lichtstarken Festbrennweiten. Meine Lieblingskombi ist wie bei vielen Hochzeitsfotografen 35mm und 85mm.
 

In welcher Region bist du gerne unterwegs?

Ich bin hauptsächlich im Süddeutschen Raum unterwegs, wobei ich Reisen liebe und nicht abgeneigt bin auch mal in den Norden oder anders wo in der Welt meine Paare zu begleiten.
 

Gibt es ein schönes Kompliment was du zu deiner Arbeit bekommen hast und nicht mehr vergisst?

Ist es ein Kompliment, wenn sich die Bräute mit vor Glück tränenden Augen einem um den Hals werfen, nach dem gemeinsamen Anschauen des Albums. (wieder lach)
Die größte Bestätigung für mich ist es jedoch, wenn die Brautpaare mir erneut das Vertrauen schenken und ich deren kleine Wunder bei einem Neugeborenenshooting in den Händen halten darf.
 

Hochzeitsbilder am Strand oder lieber in den Bergen?

Ganz klar- in den Bergen.
 

Mal angenommen du könntest noch mal dein erstes Bild fotografieren. Wie würde es mit heutigen Wissen über Fotografie aussehen?

Eine schwierige Frage. Damals wie heute stehen bei mir Menschen im Fokus, der Unterschied zu früher - ich agiere viel mehr mit Menschen vor meiner Kamera, während ich früher nur die Person abbildete ist mir aus heutiger Sicht die Persönlichkeit viel wichtiger geworden.
 

Findest du es gibt zu wenig Frauen in dem Beruf des Hochzeitsfotografen oder ist es für dich eher ausgeglichen?

Ehrlich gesagt, habe ich nicht den Eindruck, dass es zu wenige Frauen in der Hochzeitsfotografie gibt. Ich finde das Verhältniss mittlerweile ausgeglichen. Vor 12 Jahren, als ich angefangen habe Hochzeiten zu fotografieren, war es noch anders.

Zu Alenas Profil auf hochzeitsfotograf.com

weitere Lieblingsbilder von Alena:




über den autor

Hajo geht den Sachen gern auf den Grund, hat bisher aber mit der Hochzeitsfotografie soviel am Hut gehabt wie ein Berliner mit Karneval. Eine gute Kombination um die richtigen Fragen zu stellen, denn unsere Brautpaare sind in der Regel in einer ganz ähnlichen Situation. 

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